Impfplan Pferd Schweiz: 365 Tage national, sechs Monate international
Zuletzt geprüft am 30. Oktober 2026
Für nationale Schweizer Turniere genügt ein Booster innerhalb von 365 Tagen. Das ist grosszügig — und genau deshalb geht es schief, sobald das Pferd international oder im Nachbarland startet, wo die halbe Frist gilt.
Dies fasst veröffentlichte Regeln zusammen und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Diese Seite gilt für die Schweiz. Diese Seite gibt es auch auf Französisch. Für Turniere in Österreich gilt eine andere Frist.
Was Swiss Equestrian verlangt
Jedes Pferd an einer offiziellen Schweizer Veranstaltung muss korrekt geimpft sein. Korrekt heißt zweierlei: die Grundimmunisierung wurde ordentlich durchgeführt, und der Booster wurde innerhalb von 365 Tagen seit der letzten Impfung injiziert.
| Schritt | Frist |
|---|---|
| Grundimmunisierung | drei Teilimpfungen, korrekt durchgeführt |
| Start nach der 2. Impfung | ab dem 8. Tag — nach Ablauf der 7-tägigen Wartefrist |
| Booster (national) | innerhalb von 365 Tagen seit der letzten Impfung |
Wer die Grundimmunisierung unvollständig gelassen hat, fällt auf: Das Pferd ist so lange gesperrt, bis sie nachgeholt ist — und startberechtigt wird es erst wieder eine Woche nach der zweiten Impfung.
Der Haken: an der Grenze gilt eine andere Zahl
Die 365-Tage-Regel ist die nationale Schweizer Frist. Sobald ein Pferd international startet, gilt die FEI-Regel: Auffrischung innerhalb von 6 Monaten + 21 Tagen, und keine Impfung innerhalb von sieben Tagen vor der Ankunft am Turnier.
Dazu kommt international eine App. Seit Februar 2025 trägt der Tierarzt jede Influenza-Impfung eines FEI-Pferdes zusätzlich zum Pass in die FEI HorseApp ein — am Tag der Impfung und in Anwesenheit des Pferdes. An FEI-Turnieren wird das seit dem 1. Januar 2026 kontrolliert, bis zum 30. Juni nur mit Verwarnungen; seit dem 1. Juli 2026 kann ein fehlender oder falscher Eintrag eine Busse kosten. In derselben App verlangt die FEI die Temperatur des Pferdes: zweimal täglich an den drei Tagen vor der Ankunft und während der ganzen Veranstaltung. Und seit dem 26. Januar 2026 zeigt die FEI-App Equipass Pass und Impfungen eines FEI-Pferdes auf dem Handy — als Ergänzung zum Papierpass, nicht als Ersatz.
Dass das in der Schweiz besonders häufig zum Thema wird, hat einen einfachen Grund: Schweizer Reiter starten oft im Ausland. Swiss Equestrian veröffentlicht deshalb eigene Impfschemata für Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich — jedes Land mit eigenen Fristen für seine nationalen Turniere. Wer regelmäßig über die Grenze fährt, fährt am ruhigsten, wenn er sich am Halbjahresrhythmus orientiert und die Jahresfrist vergisst.
Tetanus und die übrigen Impfungen. Turnierpflichtig ist die Influenza-Impfung. Tetanus ist nicht vorgeschrieben, wird aber praktisch einhellig empfohlen: Die Krankheit ist nicht ansteckend — deshalb steht sie nicht in Turnierreglementen, die Ansteckung zwischen Pferden verhindern sollen — aber fast immer tödlich, und das Pferd ist dafür außergewöhnlich empfänglich. Auch ein Pferd, das nie vom Hof kommt, braucht sie.
Warum der Impfkalender verrutscht
Kaum ein Impfplan bleibt auf den Daten, die im Januar geplant wurden. Der Tierarzttermin verschiebt sich, das Pferd hat ausgerechnet in der Woche Fieber, die zweite Impfung kommt später — und jeder Folgetermin verschiebt sich mit. Genau darin liegt das Problem: Der nächste Termin hängt davon ab, wann tatsächlich geimpft wurde, nicht davon, wann es geplant war.
Und weil „ist er noch gültig?“ nur beantwortbar ist, wenn man das genaue Datum der letzten Impfung kennt, hängt alles daran, was im Pass steht — und was du selbst notiert hast.
Häufig gestellte Fragen
Wie oft muss ein Pferd für Schweizer Turniere geimpft werden?
Für offizielle Schweizer Veranstaltungen muss die Grundimmunisierung korrekt durchgeführt sein und der Booster innerhalb von 365 Tagen seit der letzten Impfung injiziert worden sein. Nach der zweiten Teilimpfung darf ein Pferd ab dem 8. Tag wieder starten, also nach Ablauf der siebentägigen Wartefrist.
Reicht die Schweizer Jahresfrist auch international?
Nein. Die 365-Tage-Regel gilt national. Auf FEI-Turnieren muss die Auffrischung innerhalb von 6 Monaten und 21 Tagen liegen, und innerhalb von sieben Tagen vor der Ankunft am Turnier darf gar nicht geimpft werden. Auch die Nachbarländer haben eigene Fristen — Swiss Equestrian veröffentlicht dafür separate Impfschemata für Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich.
Was passiert bei unvollständiger Grundimmunisierung?
Das Pferd ist gesperrt, bis die Grundimmunisierung nachgeholt ist. Startberechtigt wird es erst wieder, wenn nach der zweiten Impfung eine Woche vergangen ist — also ab dem 8. Tag.
Das Rechnen übernimmt der Nachweis
EquiDiary rechnet mit dem, was du eingetragen hast, nicht mit einem starren Kalender. Impfung eintragen — mit Chargennummer und Tierarzt — und der nächste Termin ergibt sich von selbst. Wird er fällig, kommt eine E-Mail. Stall, Reiter und Tierarzt sehen dasselbe Tagebuch, und der Pass liegt in den Dokumenten des Pferdes, bereit für die Nennung.
3 Monate kostenlos startenQuellen
- Swiss Equestrian — Veterinärreglement
- Swiss Equestrian — Impfvorschriften für die Turnierteilnahme
- FEI — Vaccinations und die Veterinary Regulations 2026
- FEI — Impfmodul der HorseApp, Gesundheitsanforderungen (Temperatur) und Equipass
Reglemente werden regelmäßig überarbeitet: prüfe die geltende Fassung vor der Nennung und stimme das Schema mit deinem Tierarzt ab.
Weiter: Entwurmung in der Schweiz — Kotprobe, Schwellenwert und Resistenzen.
Die Daten deines Pferdes nach den Regeln von Swiss Equestrian oder der FEI prüfen: der Influenza-Impfrechner.
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