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Impfplan Pferd Schweiz: 365 Tage national, sechs Monate international

Zuletzt geprüft am 5. August 2026

Für nationale Schweizer Turniere genügt ein Booster innerhalb von 365 Tagen. Das ist grosszügig — und genau deshalb geht es schief, sobald das Pferd international oder im Nachbarland startet, wo die halbe Frist gilt.

Dies fasst veröffentlichte Regeln zusammen und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Diese Seite gilt für die Schweiz. Diese Seite gibt es auch auf Französisch. Für Turniere in Österreich gilt eine andere Frist.

Was Swiss Equestrian verlangt

Jedes Pferd an einer offiziellen Schweizer Veranstaltung muss korrekt geimpft sein. Korrekt heißt zweierlei: die Grundimmunisierung wurde ordentlich durchgeführt, und der Booster wurde innerhalb von 365 Tagen seit der letzten Impfung injiziert.

SchrittFrist
Grundimmunisierungdrei Teilimpfungen, korrekt durchgeführt
Start nach der 2. Impfungab dem 8. Tag — nach Ablauf der 7-tägigen Wartefrist
Booster (national)innerhalb von 365 Tagen seit der letzten Impfung

Wer die Grundimmunisierung unvollständig gelassen hat, fällt auf: Das Pferd ist so lange gesperrt, bis sie nachgeholt ist — und startberechtigt wird es erst wieder eine Woche nach der zweiten Impfung.

Der Haken: an der Grenze gilt eine andere Zahl

Die 365-Tage-Regel ist die nationale Schweizer Frist. Sobald ein Pferd international startet, gilt die FEI-Regel: Auffrischung innerhalb von 6 Monaten + 21 Tagen, und keine Impfung innerhalb von sieben Tagen vor der Ankunft am Turnier.

Dass das in der Schweiz besonders häufig zum Thema wird, hat einen einfachen Grund: Schweizer Reiter starten oft im Ausland. Swiss Equestrian veröffentlicht deshalb eigene Impfschemata für Deutschland, Österreich, Italien und Frankreich — jedes Land mit eigenen Fristen für seine nationalen Turniere. Wer regelmäßig über die Grenze fährt, fährt am ruhigsten, wenn er sich am Halbjahresrhythmus orientiert und die Jahresfrist vergisst.

Tetanus und die übrigen Impfungen. Turnierpflichtig ist die Influenza-Impfung. Tetanus ist nicht vorgeschrieben, wird aber praktisch einhellig empfohlen: Die Krankheit ist nicht ansteckend — deshalb steht sie nicht in Turnierreglementen, die Ansteckung zwischen Pferden verhindern sollen — aber fast immer tödlich, und das Pferd ist dafür außergewöhnlich empfänglich. Auch ein Pferd, das nie vom Hof kommt, braucht sie.

Warum der Impfkalender verrutscht

Kaum ein Impfplan bleibt auf den Daten, die im Januar geplant wurden. Der Tierarzttermin verschiebt sich, das Pferd hat ausgerechnet in der Woche Fieber, die zweite Impfung kommt später — und jeder Folgetermin verschiebt sich mit. Genau darin liegt das Problem: Der nächste Termin hängt davon ab, wann tatsächlich geimpft wurde, nicht davon, wann es geplant war.

Und weil „ist er noch gültig?“ nur beantwortbar ist, wenn man das genaue Datum der letzten Impfung kennt, hängt alles daran, was im Pass steht — und was du selbst notiert hast.

Das Rechnen übernimmt der Nachweis

EquiDiary rechnet mit dem, was du eingetragen hast, nicht mit einem starren Kalender. Impfung eintragen — mit Chargennummer und Tierarzt — und der nächste Termin ergibt sich von selbst. Wird er fällig, kommt eine E-Mail. Stall, Reiter und Tierarzt sehen dieselbe Historie, und der Pass liegt in den Dokumenten des Pferdes, bereit für die Nennung.

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Quellen

Reglemente werden regelmäßig überarbeitet: prüfe die geltende Fassung vor der Nennung und stimme das Schema mit deinem Tierarzt ab.

Weiter: Entwurmung in der Schweiz — Kotprobe, Schwellenwert und Resistenzen.

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